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Badezimmer Radio

Was kann das ?

Musik hören im Badezimmer ? Internetradio ? Die Musik vom Handy ? Oder womöglich noch vom eigenen NAS ?

Radios für Badezimmer gibt's ja, auch von den großen Herstellern, wunderbar passend in die Schalter-Rahmen Kombinationen. Leider nur für UKW oder auch mal UKW + Handy-Stream. Kostet dann gleich mal 100€ und mehr. Ohne Lautsprecher.

Es gibt aber auch da schöne Lösungen, an die man sich nur rantrauen muss.

Die Aufgabenstellung ist:

  • Kann Internetradio abspielen
  • Kann die Musik von unserem NAS abspielen
  • Ist in der Lage, als "Lautsprecher" für die Bluetooth Handy-Audio Verbindung zu arbeiten

Das funktioniert natürlich nicht nur im Bad, sondern auch in anderen Räumen.

Was braucht man ?

  • Raspberry Pi
  • Micro-SD Karte (min. 4GB)
  • Soundkarte mit Verstärker für den Raspberry
    • Ich habe von Hifiberry den Amp2 benutzt, es gibt aber viele andere
  • Netzteil
  • Gehäuse für Rpi und Soundkarte
  • Lautsprecher
    • Bei uns sind es Feuchtraumlautsprecher von Visaton
  • Lautsprecherkabel
  • Netzwerkanschluss

Wie geht das ?

Bevor jetzt gleich jemand Angst bekommt weil wir von Linux reden, es ist wirklich einfach!

So, wie kriegt man das jetzt alles zusammen gebaut und zum laufen. Wir fangen einfach mal an.

Als Software soll später auf dem Raspberry moOde audio Player (ja das schreibt sich so) laufen. Das kann man auf viele arten installieren, ich habe einfach das Image runterlagen und mit einer entsprechenden Software auf die SD-Karte geflasht. Das geht mit Balena Etcher genauso gut wie mit Win32 Disk Imager. Das Image für moOde gibt es hier:

https://moodeaudio.org/

Dann kommt die Karte in den Pi, die Soundkarte auf den Pi, das ganze ins Gehäuse. Dann noch fix das Netzteil an die Soundkarte angeschlossen, die Lautsprecher natürlich auch und dann sind wir fertig. Also so gut wie. Ein bisschen Feintuning fehlt noch.

Für das Badezimmer sollte man Feuchtraumlautsprecher verwenden und die Lautsprecherkabel sollten auch beide gleich lang sein. Wir haben den PI auch nicht im Bad oder der Zwischendecke, der ist im Abstellraum nebenan. Somit kommt man jederzeit dran und muss sich auch keine Gedanken machen, wo man das Ding versteckt.

So, das Feintuning. Wir haben den Raspberry Pi 3 (den hatten wir noch) per LAN-Kabel angeschlossen. WiFi und Bluetooth ist zwar direkt mit im Pi verbaut, aber das Kabel hat einen Vorteil. Man kann den Pi über LAN aufwecken (Wake On Lan). Heißt also, ich kann über Software den Pi einschalten und auch wieder ausschalten, erspare mir also einen Schalter und viel bastelei am Pi. Und wenn ich dann noch statische IP Adressen vergebe, kann man das Gerät sogar ohne viel Arbeit einfach mal austauschen sollte es das zeitlich segnen.

Die Bluetooth Verbindung - wenn gewünscht - muss erst aktiviert werden. Das findet ihr aber im Menü von moOde sehr einfach alleine.

In moOde selbst kann man sehr viel einstellen, ich erspare mir hier die Erklärungen zu. Es ist auf jeden Fall sehr sehr sehr sehr einfach installiert und läuft einwandfrei.